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Sie interessieren sich für die Siegerländer Art des Backens?

Dann sind Sie im Gosenbacher Backes herzlich willkommen!

Der neue „Goasemijer Backes“ unterhalb der „Alten Schule“

 

Sie möchten einmal dabei sein, wenn wir frisches Siegerländer Backesbrot backen? Herzlich gerne!
 


Backtermine und Feste im Jahr 2011/2012:


 

03.12.2011 Weihnachtsmarkt "Am Backes" / Backtag ab 14.00 Uhr, Stille Stunde 17.00 Uhr
11.02.2012 Back- und Schlachtfest/Backtag Beginn: 12.00 Uhr
30.04.2012 Maibaumaufstellung/Backtag Beginn: 17.00 Uhr
23.06.2012 "Vereine stellen sich vor" " 25 Jahre AGV "  / Backtag
04.08.2012 Backtag
13.10.2012 Backtag
01.12.2012 Weihnachtsmarkt / Backtag ab 14.00 Uhr, Stille Stunde 17.00 Uhr


 



Vom Brotbacken im Siegerland


Das Brotbacken in gemeinschaftlichen Backhäusern ist eine alte Siegerländer Tradition.

Um ein solches Backhaus, einen so genannten Siegerländer Backes zu beschreiben, muss man in die Zeit zurückgehen, in der diese Gemeinschaftsbackhäuser entstanden sind:

Das war im 16. Jahrhundert, als mit einer Holz- und Waldverordnung unmissverständlich angeordnet wurde, dass im Siegerland „Gemeine Backöfen“ einzurichten wären, um auf der einen Seite Holz einzusparen und zum anderen, um Brände zu vermeiden. Die „gemeinen Backöfen“, also die Backeser, entstanden aus einer gewissen Armut heraus und haben sich bis in unsere Zeit, bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, gehalten. Sehr viele von uns haben die sogenannte arme Zeit noch mitbekommen, vor allem im Zweiten Weltweltkrieg und in den ersten Jahren danach.

Die Backhäuser wurden aus den billigsten Werkstoffen errichtet, z.B. aus mit Lehm ausgekleideten Holzfachwerken und mit Blechdacheindeckung. Der Fußboden war meist gewachsener Lehmboden. Die Größe ergab sich aus dem eigentlichen Backofen, der sogenannten „Huuw“, und einem kleinen Vorraum von vielleicht 6 Quadratmetern. Der Teig wurde zu Hause zubereitet und auch die Brotlaibe wurden in der häuslichen Küche geformt. Schön auf sogenannten Backesbrettern abgelegt transportierte man die Brotlaibe, wenn sie genügend aufgegangen waren, mit einer Karre, der sogenannten „Schubkarre“ zum Backes.

Das Backteam vor dem Anheizen des Ofens. Im Bild von links: Christof Jacob,
Jürgen Birkholz, Herbert Heimann und Hermann Schuß.

 

 

Der Gosenbacher Backes, der im Jahre 1999 errichtet wurde, ist auf die heutigen Bedürfnisse zugeschnitten. Selbstverständlich wird der Ofen - wie in früheren Jahren - mit Holzscheiten und Schanzen (auch Reisigbündel genannt) auf die richtige Temperatur gebracht.
 


Mit über 300 Grad wird der Steinofen angeheizt

 

Das Backen selbst in unserem modernen Backofen sollte nach alten Überlieferungen funktionieren, diese Gemeinsamkeit mit den alten Siegerländer Backesern erschien uns wichtig.

Mittlerweile ist der Backes, der im historischen Ortskern errichtet wurde, Treffpunkt für Festlichkeiten der Gosenbacher Bevölkerung.

Der Ofen ist mit Natursteinen ausgemauert und bietet Platz für ca. 50 Schanzenbrote. Das Gewölbe wurde mit einem Stein aus Spezialschamott gemauert. Die Ofenkammer hat 3 Züge für den Rauchabzug und evtl. Hitzeregulierung, sowie einen Ascheschacht.

1999 haben wir unter großer Anteilnahme der Bevölkerung unseren neuen Backes eingeweiht. Seitdem wird „Goasemijer Backesbroat“, „Sejjerlänner Riewekooche" sowie Kuchen und zu Weihnachten „Christollen“ gebacken.
 

                  

In der Gosenbacher Brottüte wird das Brot dem Konsumenten überreicht.

 

Anregungen, Kritik und Feedback sind immer willkommen bei  info@agv-gosenbach.de
 

Letzte Aktualisierung am 28.01.2012

mailer@gonet100.de